Kath. Filialgemeinde St. Marien Gräfenthal

Schulstraße 1
98743 Gräfenthal 

Gottesdienste: Sonntag: 9.00 Uhr (14-tägig) 

 

Madonna

Altar der Kirche

Alle Diasporagemeinden haben in der Regel mit großen Problemen zu kämpfen. Die Gräfenthaler Gemeinde hatte es jedoch im Laufe der letzten 50 Jahre besonders schwer. Das Pfarreigebiet lag fast 40 Jahre in der Sperrzone, was die ohnehin schwierige Diasporaseelsorge zusätzlich verkomplizierte. Durch staatliche Behördenwillkür wurde über ein Jahrzehnt die Kaufgenehmigung für die heutige Kapelle verweigert. 

Zur Geschichte:

 

Vor dem zweiten Weltkrieg gehörte das Gemeindegebiet zum Pfarramt Saalfeld und wurde von Ludwigsstadt betreut.

Dezember 1944

Durch den Franziskanerpater Dr. Eilers erfolgt eine ständige Seelsorge.

Ab 1945

Die Gemeinde wächst durch den starken Zustrom von Heimatvertriebenen auf 3000 Katholiken in Gräfenthal und 31 Umgemeinden.

1.11.1945 

Pfarrer Josef Herrmann kommt als Seelsorger in die Gemeinde. Weihnachten 1945 wird zum ersten Mal Erstkommunion gefeiert.

8. Mai 1946

Durch die Abwanderung einer katholischen Familie wird das kleine Hinterhaus in der Schulgasse frei und kann nun als Pfarrhaus gemietet werden. Es gibt erste Bemühungen, die angebaute Spielhalle zu mieten.

19.4.1947

Weihbischof Ferche aus Breslau spendet das Firmsakrament.

1948

Pfarrer Herrmann erhält ein Motorrad, um die Außenstationen besser erreichen zu können.

24.4.1951

Die Spielhalle kann auf 10 Jahre durch die Kirchgemeinde angemietet werden.

8.Juli 1951

Am Fest des hl. Kilian kann die Kapelle durch Pfarrer Goetel aus Hildburghausen und Pfarrer Tschoepe aus Leutenberg geweiht werden. 

23. Mai 1952

Mit der Einführung der Grenzsicherungsmaßnahmen lag Gräfenthal und ein Großteil des Pfarrgebietes in der "Sperrzone". Die Filialkirche Gräfenthal wird zur Kuratie erhoben.

17.5.1955

Pfarrer Herrmann geht nach Würzburg zurück, gefolgt von Kuratus Franz Link. Da dieser nur eine befristete Aufenthaltsgenehmigung erhält, muss er im November 1955 das Sperrgebiet verlassen.

Silvester 1955 

Karl Rügamer wird zum Kuratus von Gräfenthal. Seine Zuzugsgenehmigung wird zunächst durch die Behörden abgelehnt. Der Würzburger Bischof Julius Döpfner erreicht jedoch 1956, dass die Genehmigung doch erteilt wird.

1.11.1956

Schwester Edeltraud Manger wird nach Gräfenthal versetzt.

1.1.1957

Die Kuratie wird von Saalfeld getrennt und zur Pfarrei erhoben. Im Mai 1958 erhält die Kapelle einen neuen Tabernakel.

3.10.1961

Es finden zahlreiche Ausweisungen aus dem Sperrgebiet statt. Die Gemeinden Piesau, Lippelsdorf, Gösselsdorf und Marktgölitz werden ebenfalls Sperrgebiet.

1965 

Pfarrer Rügamer wird nach Hildburghausen versetzt.

3.10.1965 

Joachim Kügler wird als neuer Pfarrer in Gräfenthal eingeführt.

1.9.1967 

Schwester Elisabeth Domogella wird nach Gräfenthal versetzt.

19.9.1968 

Der Kaufvertrag über das Grundstück kann abgeschlossen werden. Im gleichen Jahr beginnt der Ausbau eines Seelsorgeraumes unter der Pfarrwohnung.

24.6.1971

Pfarrer Kügler wechselt nach Sonneberg. Ihm folgt im Amt Pfarrer Horst Kaspar (vorher Kaplan in Sonneberg), der am 26.9.2971 in sein neues Amt eingeführt wird.

9.1.1972

Schwester Elisabeth Domogella wird zusätzlich auch mehrere Tage pro Woche in Unterwellenborn eingesetzt.

31.8.1972

Gräfenthal erhält von der Pfarrei Saalfeld die große hölzerne Marienfigur des Würzburger Bildhauers Sonnleitner als Dauerleihgabe. Schwester Elisabeth Domogella wird nach Camburg versetzt.

1972

Die Kapelle erhält eine elektronische Orgel. Am 8. Oktober wird Schwester Elisabeth nach Camburg versetzt.

1973 

Die Kapelle erfährt eine Umgestaltung im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils.

1976 

Die Kapelle erhält Fotos des Kreuzwegs aus der Sonneberger Kirche an Stelle der alten Postkarten.

15.8.1976

Horst Kaspar feiert seinen letzten Gottesdienst in Gräfenthal und verläßt die Gemeinde nach 11 Jahren. Für Gräfenthal kann kein eigener Priester mehr eingesetzt werden; die Gemeinde wird nun aus Sonneberg betreut.

08.11.1981 

Unser ehemaliger Pfarrer Josef Herrmann stirbt im 74. Lebensjahr in Bad Mergentheim.

September 1982 

Das Gebiet der Pfarrei wird zwischen Sonneberg und Saalfeld aufgeteilt. Gräfenthal gehört seither zur Pfarrgemeinde Sonneberg und wird durch Pfarrer Kügler, Kaplan Eberhard Jacob und Schwester Herta betreut.

 

Als Nachfolger von Kaplan Jacob (1981-1985) folgen Kaplan Heribert Wetter (1985), Kaplan Christian Floß (1989), und Kaplan Winfried Mucke (1991-1995).

Juli 1991 

Schwester Herta geht in den Ruhestand. In der Kapelle und im Wohnhaus wird eine Heizung montiert.

1994 

Die Kapelle erhält eine Sakristei.

29.4.1995 

Alfred Trebes wird in Erfurt zum Diakon geweiht und beginnt seinen Dienst in der Pfarrei Sonneberg und somit auch in Gräfenthal.

1996 

Die Kapelle wird renoviert. Sie erhält neue Fenster. Auch eine gebrauchte elektronische Orgel kann aufgestellt werden.

Juli 1998

Pfarrer Joachim Kügler geht in den Ruhestand.

September 1998

Pfarrer Udo Montag wird in Sonneberg in die Pfarrei eingeführt.

2001

Unser ehemaliger Pfarrer Rügamer stirbt in Gaubüttelbrunn.

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Die Seelsorger von Gräfenthal:

Pfarrer Josef Herrmann


Josef Herrmann

Pfarrer in Gräfenthal von 1945 - 1955

 

 


Karl Rügamer

Pfarrer in Gräfenthal von 1955 - 1965

 

Pfarrer Joachim Kügler


Joachim Kügler

Pfarrer in Gräfenthal von 1965 - 1971

Pfarrer Horst Kaspar


Horst Kaspar

Pfarrer in Gräfenthal von 1971 - 1976

Pfarrer Joachim Kügler


Joachim Kügler

Pfarrer in Sonneberg / Gräfenthal von 1971 - 1998

 

Pfarrer Udo Montag

 

Udo Montag

Pfarrer in Sonneberg / Gräfenthal von 1998 - 2007

 

 

Pfarrer Andreas Anhalt

 

Andreas Anhalt

Pfarrer in Sonneberg / Gräfenthal seit 2007